QKG Nachbehandlungsempfehlung Knorpelschaden Knie
DGOU Nachbehandlungsempfehlung Knorpelschaden Knie Contained
DGOU Nachbehandlungsempfehlung Knorpelschaden Knie Uncontained
DGOU Nachbehandlungsempfehlung nach OCT

Nachbehandlung nach knorpelregenerativen Eingriffen

Die Nachbehandlungsprinzipien sind für alle knorpelregenerativen Eingriffen die Gleichen, ob es sich um knochenmarkstimulierende Techniken, MACT oder Minced Cartilage handelt (ausgenommen der osteochondralen Transplantation OCT, siehe weiter unten).

Die Nachbehandlung ist abhängig

  • ob Defekt contained (ohne Entlastung) oder uncontained (mit 6 wöchiger Teilbelastung 20 Kg)
  • der Lokalisation des Defekts
    • Hüfte:
    • Knie:
      • patello-femural (30-30-90° alle 2 Wochen)
      • femuro-tibial (ohne ROM Einschränkung)
    • OSG:
 
  • Die Nachbehandlung erfordert eine CPM-Therapie für 4-6 Wochen postoperativ 2-4 Std. tägl.! (Jennifer S. Howard et al. Cartilage 2010 1(4) 276– 286)
  • Bei der Nachbehandlung sind die Begleiteingriffe zu berücksichtigen.
  • Wichtig! Entscheidend für die Nachbehandlung sind der klinische Ausgangsbefund, wie präop. Beweglichkeit, Muskelzustand, Vor-OPs, Begleit-OPs.
  • Bei der Nachbehandlung ist eine adäquate Physiotherapie ganz entscheidend. Unsere QKG-Physiotherapeuten entwickeln ein neues Assessment orientiertes Reha-Konzept.
  • Nach diesem Konzept wurde unsere Knorpel-App entwickelt, welche die  Nachbehandlung ganz wesentlich unterstützt.
 

Nachbandlung nach osteochondraler Transplantation (OCT)

  • Die Nachbehandlung hängt von der Größe und Lokalisation des Defektes ab.
  • Grundsätzlich gilt eine Teilbelastung unter Bodenkontakt für ca. 4-6 Wochen.
  • Die Beugung kann sehr früh freigegeben werden. Insgesamt besitzt dieses Knorpeltherapieverfahren die kürzeste Nachbehandlung und ist in aller Regel nach 3 Monaten bezüglich der Einheilung des Transplantates abgeschlossen.
 
QKG-Mitglieder haben ganz wesentlich bei der Erstellung der DGOU-Nachbehandlungsempfehlungen mitgewirkt.

Bei allem Standard ist die individuelle Situation des Patienten für die Nachbehandlung entscheidend und unsere Richtlinien sollen als Orientierungshilfe dienen.