Prinzipien der operativen Knorpeltherapie

Das Positionspapier Knorpeltherapie-ACT Knie DGOU 2013 kann hier eingesehen werden.

 

Indikationen

  • Operative Therapie nur bei symptomatischen ICRS 3 und 4 Schäden
  • Defekt kleiner 4 cm²
  • Wichtiger als die Größe des Defektes, möglichst kleiner 4 cm², ist die Höhe, des den Defekt umgebenden Knorpels, max. Grad II nach ICRS
  • Der Defekt muss contained sein (Defekt von umgebener Knorpelschulter circumferent geschützt/abgestützt)
  • Instabilitäten (Seitenbänder, Kreuzbänder, patello-femurale) müssen beseitigt werden
  • Beinachsfehler unter 3 Grad! Daher vorher immer Ganzbeinröntgen! Andernfalls ist eine begleitende Umstellungsosteotomie durchzuführen
  • Alter unter 50 J bei den knochenmarkstimulierenden Verfahren, bis 60 J für die MACT

 

Kontraindikationen

  • Arthrose Stad. 3-4 nach Kellgren
  • entzündliche Gelenkerkrankungen
  • Achsfehlstellung >3-5 Grad
  • ursächliche Begleitpathologien, die nicht mitbehandelt werden
  • funktionell subtotale Meniskusresektion
  • Nicht erfüllbare Erwartungshaltung

 

Defektpräparation

  • 3 u. 4 gradige Knorpeldefekte müssen im Defektareal sauber und adäquat debridiert und gesunde/stabile Knorpelränder geschaffen werden!
  • Bei Defektgrundpräparation muss die kalzifizierende Knorpelschicht möglichst komplett entfernt werden!
  • Es muss offen oder arthroskopisch senkrecht zum gesunden Umgebungsknorpel präpariert werden!

• Defektpräparation mit Küretten

• Defektpräparation mit scharfem Löffel

• Defektpräparation mit Aalen (unbedingt zu vermeiden)


Alle Informationen sind Evidenz basiert. Mehr Details, Bildmaterial und Videos zu den einzelnen Techniken, sowie Literaturquellen können QKG-Mitglieder in unserem Knorpelforum einsehen. Werden Sie Mitglied!